Zuerst einmal möchte ich mich an dieser Stelle herzlich für die vielen E‑Mails und Beiträge bedanken, die uns hier in Tansania erreicht haben. Wir sind, das kann ich offen sagen, nicht enttäuscht, sondern dankbar, dass wir es bis 4300 Meter Höhe geschafft haben. Vor allem unsere wöchentlichen Wanderungen haben uns vor jeglicher Art von Muskelkater bewahrt.
Zurück im Hotel habe ich mich besonders gefreut, dass Ashley durch die vorzeitige Rückkehr nicht niedergeschlagen, sondern eher motiviert war und auch weiterhin ist — nämlich es nächstes Mal bis nach oben zu schaffen, dieses Mal von einer anderen, nicht minder schwierigen aber dafür kürzeren Route.
Da wir in den nächsten fünf Tagen noch eine Safari unternehmen, die uns unter anderem für zwei Tage in die Serengeti führt, war uns beiden klar, dass das unser Projekt für den nächsten Sommer ist, neben einer Alpenüberquerung auf dem sogenannten R5 Wanderweg — als Generalprobe eine Woche davor.
Als wir unseren Organisator Goodluck Michael mit der Idee konfrontieren, ist dieser sofort Feuer und Flamme und verspricht, im nächsten Jahr selbst als Guide dabei zu sein, um uns zum Gipfel zu bringen. Schmunzelnd fügte er hinzu: «Und wenn ich Ashley auf meinen Schultern trage, schaffen wir es ohne Höhenkrankheit.»
Der Trick dabei ist, dass wir eine Route wählen, die weiter oben anfängt, aber dafür steiler verläuft. Wir werden weniger Zeit zum akklimatisieren benötigen und dafür etwas intensiver gehen müssen: letzteres werden wir durch unsere wöchentlichen Wanderungen aber gut meistern.
Da jeder Gedanke schnell verfliegt, wenn man ihn nicht sofort in die Tat umsetzt, haben wir die Route bereits jetzt schon fest gebucht und auch unsere Visa beantragt. Den großen Vorteil, den wir nun haben: Wir wissen, was uns erwartet und können uns durch spezielles Höhentraining darauf einstellen.
Also das Projekt Kilimandscharo geht weiter…